Es gibt diesen einen Moment auf jeder Feier: Das Glas ist leer, jemand fragt „Noch einen?“, und man merkt, dass man eigentlich gar nicht mehr will. Früher blieb dann meist nur die Wahl zwischen Wasser, Saftschorle oder eben doch noch einem Glas Wein. Diese Lücke füllt heute eine dritte Option, die vor wenigen Jahren kaum jemand ernst genommen hätte: der alkoholfreie Wein.
Das Interesse kommt nicht von ungefähr. Immer mehr Menschen trinken bewusster, nicht komplett abstinent, sondern einfach seltener und gezielter. An einem Dienstagabend unter der Woche, vor dem Sport am nächsten Morgen, oder schlicht, weil man am nächsten Tag klar im Kopf sein will. Der Wunsch nach Genuss bleibt dabei derselbe, nur der Promillewert soll raus aus der Gleichung.
Wie kommt der Alkohol eigentlich raus?
Wer zum ersten Mal von entalkoholisiertem Wein hört, stellt sich oft etwas Künstliches vor, eine Art Traubensaft mit Weinetikett. Tatsächlich beginnt die Herstellung ganz klassisch: Die Trauben werden geerntet und zu einem vollwertigen Wein vergoren, mit allem, was einen guten Wein ausmacht. Erst danach kommt der entscheidende Schritt. Das fertige Getränk durchläuft ein schonendes Verfahren, meist Vakuumdestillation oder Umkehrosmose, bei dem der Alkohol bei niedriger Temperatur entzogen wird. Die guten Erzeuger geben im Anschluss gezielt einen Teil der Aromen zurück, die bei diesem Prozess sonst verloren gingen. Das Ergebnis schmeckt dadurch spürbar näher am Original, als es die ersten alkoholfreien Weine vor einigen Jahren noch taten.
Rechtlich ist die Bezeichnung übrigens klar geregelt: Als „alkoholfrei“ darf ein Wein in Deutschland und der EU nur dann verkauft werden, wenn er nach der Entalkoholisierung höchstens 0,5 Volumenprozent Alkohol enthält, oft liegt der Wert sogar bei null. Wer genau hinschaut, findet die Zahl meist direkt auf dem Etikett.
Kein Wein wie der andere
Was viele überrascht: Alkoholfreier Wein ist längst kein einheitliches Produkt mehr. Es gibt kräftige, tanninbetonte Rotweine für den Sonntagsbraten, frische Weißweine für den Sommerabend auf der Terrasse, fruchtige Rosés und auch prickelnde alkoholfreie Sekte für den Anstoß zum Geburtstag. Die Stilvielfalt orientiert sich mittlerweile an den klassischen Kategorien, trocken, halbtrocken oder fruchtig-süß, und lässt sich entsprechend zu Essen, Anlass oder einfach zur eigenen Laune kombinieren.
Für alle, die selbst einmal durch ein größeres Sortiment stöbern möchten: Der Weinversand genuss7 hat eine große Auswahl an entalkoholisierten Weinen aus verschiedenen Stilen und Anbaugebieten zusammengestellt, praktisch für alle, die nicht nur eine einzelne Flasche, sondern gleich mehrere Stile zum Probieren suchen.
Ein Glas, keine Entscheidung fürs ganze Leben
Das Schöne an der Entwicklung der letzten Jahre: Es geht nicht mehr um die Frage „Alkohol oder nicht“, sondern darum, für jeden Anlass die passende Flasche zu haben. Wer heute keinen Alkohol trinken möchte, muss deshalb nicht auf das Ritual verzichten, das ein gutes Glas Wein zum Essen oder zum geselligen Abend eben ausmacht. Und wer am nächsten Tag früh raus muss, weiß das Glas ohne Kater am nächsten Morgen erst recht zu schätzen.